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Werkplatz Schweiz - ein wichtiger Pfeiler der Schweiz, den es zu bewahren gilt!

Am Montagabend fand ein von der FDP Küsnacht gemeinsam mit dem Schweizerischen Gewerbeverband organisiertes Podiumsgespräch unter dem Titel "Werkplatz Schweiz stärken - aber wie?" statt. Unter der Gesprächsleitung von Marcel Jaeggi, Vorstandsmitglied der FDP Küsnacht, diskutierten FDP-Ständerat Felix Gutzwilller, FDP-Nationalrätin und Präsidentin des Schweizerischen Kunstsoffverbands Doris Fiala, FDP-Nationalratskandidat und Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands Hans-Ulrich Bigler und der Präsident des Kantonalen Gewerbeverbands und SVP Nationalratskandidat Martin Arnold gemeinsam mit Peter Lustenberger, dem CEO und VR Delegierten der Rapid Holding AG über den Werkplatz Schweiz.


Im Vergleich zu Grossbritannien mit der ziemlich einseitigen Fokussierung auf den Finanzplatz steht die Schweiz mit einem gut diversifizierten Werkplatz bedeutend solider da. Die Diskutierenden waren sich denn auch einig, dass dieser Stabilisierungsfaktor in kunjunkturell stark schwankenden Zeiten einen echten Vorteil darstellt, der u.a. durch Investitionen im Bildungsbereich gesichert werden muss.


Obwohl die Frankenstärke dem Werkplatz zusetzt, war gerade auch der anwesende Unternehmer der Rapid Holding AG überzeugt, dass sich Unternehmen darauf einstellen können und auch müssen, wobei die Beschleunigung und v.a. auch die massiven Schwankungen es stark erschweren, diese Anpassungen vorzunehmen. Interessant war neben dem bekannten Exportproblem der Hinweis auf das Risiko von - billigen - Rückimporten, die mit gezielten Preissteigerungen verhindert werden müssen. Letzteres reduziert aber wieder die Umsätze, was eine sehr umsichtige Planung bedingt. Betroffen sind aber auch andere Bereiche, wie z.B. der Einzelhandel, weil die Schweizer im Ausland einkaufen. Strukturanpassungen sind unumgänglich und z.T. auch erwünscht. Für die in diesem Zusammenhang gesprochene Subvention aus Bern - mit Ausnahme der Investitionen in die Bildung - konnten sich die Beteiligten kaum erwärmen.


Die Personenfreizügigkeit wurde im Wesentlichen positiv beurteilt. Die der Freizügigkeit jüngst angelasteten Probleme haben weitestgehend andere Ursachen, haben doch z.B. die gestiegenen individuellen Ansprüche an Wohnraum bedeutend mehr Einfluss auf die Knappheit als die zugewanderten qualifizierten Arbeitskräfte. Weit grösseren Handlungsbedarf zur Stützung des Werkplatzes orteten die Teilnehmer bei den Hürden im Bereich Regulierung, bei den Steuern und den Kontingenten für Spezialisten aus Nicht EU-Ländern. Hier wurden bedeutende Hemmnisse für den Werkplatz identifiziert und auch angeprangert.


Die aktuelle Energiediskussion wurde zu einem rechten Teil als "warme Luft" abgetan, da die Bedeutung der aktuellen Entscheidungen zur Atomkraft mit Ausnahme eines gewissen positiven Effekts auf die Innovation im Bereich Alternativenergien - für die man aber die Tür für Atomkraftwerke mit neuer Technologie nicht zuschlagen sollte - als eher gering angesehen wurde. Dass der Werkplatz von einem Boom für Alternativenergien auch profitieren kann - durch eigene Leistungsfähigkeit, nicht durch Subventionen - war unbestritten.


Den Abschluss bildete ein Plädoyer des anwesenden Unternehmers als Wunsch an die Politik: Staatsquote im Auge behalten, Rechtssicherheit garantieren (keine rückwirkenden Steuerexperimente), Bürokratieabbau, kein übereilter Ausstieg aus der Atomenergie und ein stärkerer bürgerlicher Schulterschluss.

 

Marc Lindt, Präsident FDP Küsnacht, 8700 Küsnacht, Tel.: 079 682 37 43